Reisebericht INT (Teil 1: Wüste)

Das erste Drittel meiner Wanderung liegt hinter mir, Zeit für ein kleines Resumee:
Abstract / Zusammenfassung
Nachdem ich mir einen Tag lang Jerusalem angeschaut habe, bin ich in 10 Tagen bisher knapp 250km auf dem Israel National Trail  (INT) gewandert. Der Weg führte die ganze Zeit durch die Wüste und meistens habe ich Wasser für zwei Tage mitgeschleppt, was den Rucksack recht schwer machte. Auf dem Weg sind mir viele Leute begegnet, hauptsächlich Israelis. Ich bin einige Tage mit zwei Israelis, Amnon und Dadusch gewandert, die mir eine Menge über das Land erzählten und mit denen ich eine tolle Zeit verbrachte. Die Landschaft ist grösstenteils atemberaubend, oft hat man eine weite klare Sicht, enge vom Wasser geschliffene Canyons, oder Sandsteinsäulen, die im Abendlicht golden werden.
Noch ist das Wetter für die Wüste relativ angenehm. Ich hatte aber auch schon Tage an denen es von 12:00-14:00 wahnsinnig heiss war. Die Israelis sind echt ein nettes, entspanntes Völkchen, das sehr gastfreundlich ist und das Essen ist super. Vor allem Tahina, Hummus und Datteln verpeise ich in rauhen Mengen.
2 Tage vor dem Start: Jerusalem
Nachdem ich im Flughafen von Tel Aviv gelandet war und eine erstaunlich unkomplizierte Einreise hinter mich gebracht hatte, fuhr ich mit dem Sherut (einem Sammeltaxi) nach Jerusalem. Da sich mein Hostel in der Altstadt befand, musste ich noch 500 Meter durch die ausgestorbenen Strassen der heiligen Stadt gehen, bis ich endlich gegen 2 Uhr Nachts im Hostel war.  Am nächsten Tag schaute ich mir dann einige Sehenswürdigkeiten an, da ich am folgenden Tag morgens nach Eilat (dem Startpunkt des Israel National Trails) fahren wollte.
Klagemauer und Felsendom

Klagemauer und Felsendom

1 Tag vor dem Start: Eilat
Als ich dann Sonntags am Schalter war, wurde ich nur von einer Warteschlange in die nächste weitergereicht, bis mir endlich jemand sagte, dass ich die Online-Buchung an einem Automaten einlösen muss. Dort offenbarte sich dann allerdings das naechste Problem, da man die Passnummer eingeben musste. Der Israeli der die Buchung für mich ausgeführt hatte, hatte einfach irgendwas eingegeben, sodass ich nun ein wirkliches Problem hatte. Auf wundersame Weise stand dann aber plötzlich jemand mit einer Liste aller Fahrgäste und Buchungsinformationen neben mir, wodurch die Situation dann mit Händen und Füssen gelöst wurde. Ich war froh mit dem Bus endlich in den Sueden zu kommen, da es in Jerusalem ziemlich kalt war und ich kaum warme Sachen dabei hatte.
In Eilat am roten Meer checkte ich dann in das „Shelter Hostel“ ein, wo ich erfuhr, dass Wanderer auf dem INT die erste Nacht umsonst bekamen. Als ich mich dann auf die Suche nach einer Gaskartusche machte, luden mich die Besitzer des Hostels (John und Judy) zu sich nach Hause ein und schenkten mir eine neue Schraubkartusche, die übrig war. Recht viel besser kann man es glaube ich nicht treffen! Die beiden hatten den Trail schon begangen und so bekam ich noch ein paar Ratschläge während wir einen Tee tranken.
Tag 1: Eilat – Shehoret Nightcamp (23km)
Montag morgens, 5:30, Wecker läutet. Selten bin ich Montag morgens in aller Herrgotsfrüh so gerne aufegstanden. Ich hatte mich am letzten Abend noch spontan 4 israelischen Mädels angeschlossen, da die wussten wo der Bus zum Trailstart abfährt. Als ich dann an der Bushaltestelle war, war die Überraschung recht gross: Ein ganzer Bus war voll mit Wanderern, auf dem Weg zum INT. Auf der Busfahrt erfuhr ich dann, dass es eine organisierte Wandergruppe war, deren Gepäck und Wasser mit Autos zu den Nachtlagern gefahren wurde. Das ganze wurde von einer Familie organisiert, die das in Gedenken an ihren Sohn tat, der bei dem Helikopterunfall 1997 ums Leben gekommen war.
Schnell verabschiedete ich mich von der 4 Maedels und nachdem meine neongelbe Z-Lite ein paarmal bestaunt wurde, machte ich mich auf den Weg um die Gruppe hinter mir zu lassen. Nach kurzer Zeit war ich schon weit über dem roten Meer und hatte einen fantastischen Ausblick. Um 7 Uhr morgens war ich gestartet und ab 10 begann es heiss zu werden. Der Weg war zumeist sehr steil und teilweise musste man kurze Passagen klettern (wie zum Beispiel im zweiten Bild unten zu sehen).Gegen 13:00 erreichte ich das Yehoram nightcamp. Allerdings war es noch früh am Tag, ich hatte noch Energie und die Rucksäcke einer organisierten Gruppe lagen bereits dort. Also machte ich mich zum 10km entfernten Nachtlager im Shehoret (sprich: Schchoret) Canyon auf. Der Weg war abermals recht schwierig und mit etlichen Kletterpassagen gespickt, sodass ich eine halbe Stunde vor Dämmerung eintraf. Aus der Ferne sah ich schon die 3 Busse, also nix mit Wüstenromantik und so. Ich schlug mein Lager etwas abseits auf und gesellte mich dann etwas zu den Leuten. Es waren mehrere israelische Schulklassen, wobei mich jeder einzelne mit den selben oberflächlichen Fragen bombardierte. Aber ich war ja noch nicht lange ein Reisender, sodass mein Smalltalktank noch gut gefüllt war. Das Gute an der Anwesenheit der Gruppe war, dass ich zwei Portionen Reis mit Fleisch umsonst bekam. Der Nachteil war, dass man den Generator zur Stromerzeugung auch in hundert Meter Ferne noch hörte. Allerdings war ich wegen der langen Wanderung ziemlich müde, sodass ich bald einschlief.
Blick zurück auf die Eilat Mountains und das rote Meer

Blick zurück auf die Eilat Mountains und das rote Meer

3m Kletterstelle in einem Wadi

3m Kletterstelle in einem Wadi

Kein Durchgang - zum Glück kam ich von der anderen Seite

Kein Durchgang – zum Glück kann ich kein hebräisch.

Stay in low gear? Oder doch lieber einen Zahn zulegen?

Stay in low gear? Oder doch lieber einen Zahn zulegen?

Shehoret Mountains im Vordergrund, das Grenzgebirge zu Jordanien im Hintergrund

Shehoret Mountains im Vordergrund, das Grenzgebirge zu Jordanien im Hintergrund

Tag 2: Shehoret Canyon – Ma’ale Milhan NC (27km)
Am nächsten Morgen wachte ich in der Dämmerung auf, weil mir an den Beinen kalt war. Die Nacht war kalt und ziemlich windig gewesen und ich hatte keinen Windschutz aufgestellt. Im Schlafsack machte ich Tee und Haferflocken und zog dann kurz nach Sonnenaufgang los. Gegen Mitte des Tages erreichte ich den Timna Park, wo ich an einem Besucherzentrum acht Liter Wasser fuer die nächsten beiden Tage auffüllte. Nach einer kurzen Rast ging ich weiter und holte bald eine Gruppe aus sechs Wanderern ein. Eine halbe Stunde später löste sich die Gruppe auf und ich ging mit Amnon und Dadusch weiter, die im selben Nachtlager wie ich schlafen würden. Die beiden hatten gerade ihren 3-jährigen Wehrdienst beendet und waren auch auf dem INT unterwegs.
Wie es der Zufall wollte trafen wir bald Jacob „Yankale“ Saar, den Autor des einzig englischen Guides für den INT. Ich unterhielt mich eine Weile mit ihm, unter anderem auch darüber, dass er das Thema Wasser so einseitig behandelte. Bei meinen Recherchen zum Trail schien es, als ob es unmöglich wäre die Wüste zu durchqueren, ohne worher Wasserverstecke anzulegen. Er meinte, dass er eh vorgehabt hatte das Thema Wasser in der nächsten Edition neu aufzurollen. Mal sehen was daraus wird.
Da der Tag wieder sehr lang war, kamen wir erst in der Dunkelheit in die Nähe des Nachtlagers und fanden es dehalb nicht. Also gingen wir etwas abseits des Weges und kochten unser Abendessen. Danach machten die beiden noch „Kaffe im Hel“, türkischen Kaffee mit Kardamom, der wahnsinnig lecker ist!
Ein kleiner Ibex

Ein kleiner Ibex

Baum in einem Wadi

Baum in einem Wadi

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Tag 3: Ma’ale Milhan NC – Shaharut (27km)
Der nächste Tag war ein ewiges Auf und Ab und zwischendurch stiessen wir auf einen Riesenhaufen Ammoniten – das Paradies für einen Geologen! Als wir abends ziemlich fertig am eigentlichen Nightcamp (in einer Siedlung) ankamen mussten wir feststellen, dass es gesperrt war. Dafür standen auf einem Schild einige Nummern von Trailangels, bei denen Amnon anrief, sodass wir dann bei einer netten Frau im Hinterhof übernachteten. Sie erzählte, dass das Camp gesperrt sei, weil Wanderer angefangen hatten Sachen aus dem Dorf zu klauen.
Dadusch & Amnon

Dadusch & Amnon

Ein großer Ammonit

Ein großer Ammonit

Ein Paradies für einen Geologen

Ein Paradies für einen Geologen

Tag 4: Shaharut – Kibbutz Neot Smodar (22km)
Am nächsten Morgen trennten sich unsere Wege, da die beiden mit dem Bus zum Kibbutz „Neot Smodar“ fahren wollten, ich hingegen würde die Strecke gehen. Wir machten aus, uns dort wieder zu treffen. Nach einigen ziemlich eriegnislosen Kilometern entlang einer Strasse und einem kurzen Abstecher zu einer Sanddüne, traf ich nach einem Telefongespräch am frühen Nachmittag in Neot Smodar ein – gerade noch rechtzeitig zum Mittagessen.
Nach dem Mittagessen half ich für zwei Stunden beim Verpacken von Rosinen und Dattel-Erdnussbutter mit. Am Ende der Schicht bekam ich dann noch 1,5kg Bio-Datteln geschenkt.  Was für ein Glück, dass ich, was die Arbeit betraf, genau beim Essen gelandet war. Ich hatte zwar noch ein paar Haferflocken und etwas Couscous, aber das Mittagessen war mir ausgegangen. Eine interessante Erfahrung in diesem Kibbutz war, dass während dem Essen nicht gesprochen wurde. Der Hintergrund dafür ist die Philosophie des Kibbutz: Ein Ichbewusstsein zu entwickeln.
Da sich der Feiertag Purim näherte, wurden überall im Kibbutz kleine Theaterstücke einstudiert. Eine sehr lebendige Erfahrung, auch wenn ich nichts verstanden habe, da sich mein Hebräisch auf ein paar Brocken beschränkt.
Spuren von isralischen Militärübungen bei der Kasui Düne

Spuren von isralischen Militärübungen bei der Kasui Düne

Und es gibt doch grün in der Wüste

Und es gibt doch grün in der Wüste

Tag 5: Kibbutz Neot Smodar – Nahal Paran NC (32km)

Um 5:45 nahm ich noch an der Morgenmeditation teil und machte mich danach auf den Weg – weitere 27 fast ereignislose Kilometer entlang der Hauptstrasse. Um 11 Uhr erreichte ich Shitim, eine Art Khan (Zeltsiedlung). Ich wollte dort eigentlich nur Wasser auffüllen, stellte aber fest, dass dort ein Trance Festival in Gange war. Ich machte meine Mittagspause vor der „Freedom Stage“, einer offenen Bühne, auf der zuerst ein Gitarrenduo und dann ein Hang-Mann in angenehmer Lautstärke auftraten. Gegen Mittag waren endlich mal genug Wolken am Himmel um Schatten zu spenden, so dass das Wandern deutlich angenehmer wurde. Die letzten 5 Kilometer des Tages verliefen dann wieder durch ein Wadi.
Abends konnte ich aus den Überresten vom Holz anderer Wanderer ein Feuer machen und hatte somit auch die Möglichkeit die Linsen zu kochen, die mir Amnon und Dadusch noch mit auf den Weg gegeben hatten.
Das schwarze Gelände ist Feuerstein, das beige Kalk

Das schwarze Gelände ist Feuerstein, das beige Kalk

Topf über dem Feuer, bald gibts CousCous!

Topf über dem Feuer, bald gibts CousCous!

Tag 6: Nahal Paran NC – Barak NC (23km)
Morgens nach dem Aufwachen war ich echt fertig, vermutlich eine Folge des langen Tages gestern und der langen Zeit, die ich insgesant schon unterwegs war. Die Luft war selstsam trüb, was sich den ganzen Tag nicht ändern sollte. Anfangs dachte ich an Nebel, doch von Luftfeuchtigkeit war nichts zu spüren. Der heutige Tag sollte laut Führer durch zwei Canyons führen, beide teilweise mit sehr kaltem Wasser gefüllt, das man durschwimmen müsste. Da es noch früh morgens und dementsprechend kalt war, umging ich den ersten Canyon. Im zweiten war dann erstaunlicherweise überhaupt kein Wasser, was sehr ungewöhnlich ist, wie mir die Israelis erzählten, die dort unterwegs waren.Ich traf an diesem Tag viele Tagesausflügler, da es Samstag war und der Barak Canyon ein beliebtes Naherholungsziel ist. Als ich aus dem Canyon herauskam, traf ich ziemlich bald auf eine Gruppe, die mit dem Auto angereist war und fragte nach Wasser, woraufhin ich auch noch zum Picknick eingeladen wurde. Ein Schnitzel und etliche Pitas mit frischem Gemüse später machte ich mich wieder auf den Weg und als ich am NC ankam, traf ich auf 3 Väter mit ihren Kindern. Was danach folgte kann man nur noch als Fressorgie für ausgehungerte Wanderer bezeichnen. Die drei hatten viel zu viel Essen mitgenommen und ich hatte viel zu viel Hunger. Das passte! Nachdem ich ungefähr 500g gegrilltes Fleisch in allen Grillvariationen zu mir genommen hatte und auch die Nachspeise, Teigtaschen mit Marzipan, Datteln und Halva verpeist hatte, gab es eine zwei-stündige Pause, bevor der Eintopf aus Wurzelgemüse mit Rauchfleisch serviert wurde. Zwischendurch passte auch noch ein Kaffe im Hel rein. Auf Nachfragen erfuhr ich, dass die Trübe des heutigen Tages wohl durch aufgewirbelten Staub verursacht wurde. Die drei waren echt super und ich tauschte noch mit Amir E-Mail Adressen aus. Falls ich zur Zeit des Tel-Aviv Marathons ins Tel-Aviv sein sollte, wollten wir uns dort treffen.
Trüber Himmel

Trüber Himmel

Blick in den Barak Canyon

Blick in den Barak Canyon

Leiter im Barak Canyon

Leiter im Barak Canyon

Tag 7: Barak NC – Zofar (24km)
Morgens gings wie immer früh los, um die Mittagshitze zu vermeiden. Gegen Ende des Tages kam ich dann an Moa, einer alten Nebatäer-Festung vorbei. Die Nebatäer hatten alle 30km (eine Tagesetappe einer Karawane) eine Siedlung gebaut und somit die Handelsroute in ihrer Hand. Um Moa rankt sich die Legende, dass dort wegen der etwas höheren Luftfeuchtigkeit sehr profitabel mit Gewürzen gehandelt wurde.
Kurz vor Zofar hatte ich dann endlich wieder Handyempfang und rief bei einem Trailangel an um zu fragen, ob ich eine Nacht bei ihm schlafen könnte. Ich musste nach Zofar um endlich neues Essen zu kaufen und für das nächste Nightcamp hätte ich wieder 3km zurück laufen müssen. Ich landete schliesslich bei Elijahu, der mich bei sich auf den Hof in einem Karawanenzelt schlafen liess. Viel Schlaf war da aber nicht zu holen, da die Tiere, die er auf dem Hof hatte die ganze Nacht hindurch lärmten.
Tag 8: Zofar – Gev Holit NC (26km)
Um 11 Uhr mittags sah ich viele Menschen vor mir einen Berg aufsteigen und als ich zu ihnen aufgeschlossen hatte, stellte ich fest, dass es die Gruppe war, die mit mir am Montag in Eilat gestartet war. Sie hatten allerdings einige Abschnitte übersprungen. Da ich nicht mit ihnen wandern wollte, setzte ich mich nach dem Gipfel in den Schatten und machte eineinhalb Stunden Pause, nur um sie nach ein viertelstündigen Wanderung wieder einzuholen. Von da an sassen sie mir im Nacken, was den Tag irgendwie etwas stressig machte. Abends bekam ich dafür wieder ein Essen umsonst und auch die Gepräche waren um einiges angenehmer und interessanter als die mit den Schulkindern. Am Abend fragten mich noch zwei junge israelische Frauen, ob sie die nächste Etappe mit mir gehen könnten, da sie keine Lust auf die grosse, träge Gruppe hatten. Da die nächste Etappe einfach werden würde, willigte ich ein.
Blick auf Nahal Nequarot

Blick auf Nahal Nequarot

Tag 9:   Gev Holit NC – Saharonim NC (21km)
Morgens kurz vor dem Aufbruch tauchte auf einmal völlig überraschend Amnon auf. Er hatte die Strecke von Neot Smodar bis kurz vor Ende meines 5. Tages mit dem Bus bewältigt und war dann zwei Abschnitte an einem Tag gegangen. Wir hatten uns im Kibbutz Neot Smodar voneinander verabschiedet weil Dadusch Probleme mit seinen Füssen hatte und Amnon ihn nicht alleine lassen wollte. Ich hatte eigentlich nicht gedacht ihn wiederzusehen. Wir gingen zeitig los und sahen die Gruppe den ganzen Tag nicht. 5km vor Ende der Tagesetappe nahmen die beiden israelischen Frauen eine andere Abzweigung, da sie die Rucksäcke von der Gruppe transportieren hatten lassen.
Im Saharonim NC trafen wir dann wieder auf Schulklassen, nur dass es diesmal kein Essen für uns gab.
Kartenlesen

Kartenlesen

Interessante Falte

Interessante Falte

Kalkwände eines Canyons

Kalkwände eines Canyons

Tag 10: Saharonim NC – Mitzpe Ramon (18km)
Morgens ging’s wie immer früh los und gegen 10:30 erreichten wir den Gipfel des Ramon Tooth, wo man ein 360 Grad Panorama auf den Makhtesch Ramon hatte. Ein Makhtesch ist eine Art Krater, der durch Erosion geschaffen wurde. Das Gestein der Wände des Kraters (Kalkstein) ist stabiler als das Gestein im Inneren (Sandstein), das demzufolge schneller abgetragen wurde. Als wir in Mitzpe Ramon ankamen, hiess es Abschied nehmen von Amnon, der zurück nach Hause musste, da er bald nach Europa fliegt. Ich wäre gerne noch weiter mit ihm gewandert.
Heringbone crossbedding, eine Sedimenttextur, die anzeigt, dass der Sandstein in einem von Wellen beeinflussten Milieu abgelagert wurde.

Heringbone cross-stratification, eine Sedimenttextur, die anzeigt, dass der Sandstein in einem von Wellen beeinflussten Milieu abgelagert wurde.

Eine Antwort zu “Reisebericht INT (Teil 1: Wüste)

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